Vom Verdacht zur Klarheit: Ihr Wegbegleiter bei Brustkrebsverdacht im Basler Brustzentrum

Wie geht es weiter nach dem Ertasten eines Knotens in der Brust? Was sind die nächsten Schritte, wenn bei einer Untersuchung etwas Auffälliges gefunden wurde? Frauen, bei denen der Verdacht auf Brustkrebs besteht, möchten möglichst schnell Klarheit über ihre Situation haben. Das Team vom Brustzentrum hilft Patientinnen weiter und ist in jeder Phase für sie da.

Selbstuntersuchung

Der beste Zeitpunkt

Er ist etwa acht Tage nach der Regelblutung, weil die Brust dann weicher ist als vor der Periode und man Veränderungen besser feststellen kann. Frauen nach der Menopause sollten sich einfach ein bestimmtes Datum im Monat merken.

 

Kritischer Blick

Stellen Sie sich vor einen Spiegel und betrachten Sie Ihre Brüste mit erhobenen und gesenkten Armen. Fällt Ihnen auf, dass eine Brust größer ist als die andere? Das ist normal. Drehen Sie sich nach links und nach rechts. Stemmen Sie Ihre Arme in die Hüften und spannen Sie die Brustmuskeln an. Lehnen Sie sich nach vorne, mit und ohne Anspannung der Muskeln.Achten Sie auf jede Veränderung der Brust in Form und Grösse.Betrachten Sie die Hautoberfläche, schauen Sie nach Vorwölbungen oder Einziehungen, Rötungen, Verdickungen oder Verhärtungen der Haut.

Achten Sie auf blutige Absonderungen aus der Brustwarze oder erstmalige Einziehungen sowie auf entzündliche Veränderungen. Sollten Sie eine Veränderung, vielleicht einen Knoten ertasten, denken Sie daran, dass vier von fünf Brustknoten harmlos sind. Prüfen Sie die gleiche Region der anderen Brust. Fühlt sie sich ähnlich an, ist das ein gutes Zeichen, dass Sie es mit normalem Brustgewebe zu tun haben. Ist aber keine Ähnlichkeit vorhanden, informieren Sie bitte den Arzt. Bedenken Sie: Sie sollen nur Veränderungen an Ihrer Brust feststellen, aber keine Diagnose erheben.

Früherkennung dank Screening-Programm

Eine Früherkennung von Brustkrebs erhöht die Heilungschancen, ermöglicht eine schonendere Behandlung und steigert so die Lebensqualität. Deshalb beteiligt sich das Brustzentrum des Universitätsspitals Basel am Mammografie-Screening-Programm des Kantons Basel Stadt.

Im Rahmen des Programms werden Frauen ab 50 Jahren alle zwei Jahre zu einer Früherkennungs-Untersuchung eingeladen. Die Teilnahme am Programm ist freiwillig.

Für die Untersuchung steht am Universitätsspital Basel ein Mammografie-Gerät mit neuester digitaler Technologie zur Verfügung, welches strahlensparend arbeitet. Durch die spezielle Aufnahme werden auch kleine Tumore sichtbar, lange bevor sie durch Abtasten oder andere Symptome erkennbar werden.

Das Screening-Programm unterliegt hohen Qualitätsnormen, welche laufend überprüft und weiterentwickelt werden. Die Mammografien werden von speziell ausgebildeten Fachfrauen erstellt und von erfahrenen Radiologen ausgewertet.

Weitere Informationen zum Programm

Radiologische Mammadiagnostik

Erster wichtiger Schritt der Abklärung ist die Röntgenuntersuchung Ihrer erkrankten Brust, die Mammografie. Dabei werden Sie von spezialisierten Radiologen und erfahrenen Fachpersonen für medizinisch-technische Radiologie (MTRAs) betreut. Die Brustkrebs-Früherkennung erfolgt mit modernsten Geräten: So verfügt das Brustzentrum über digitale Mammografie einschliesslich Tomosynthese (3D-Bildverfahren von hochauflösenden Schichtaufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln), Ultraschall und Magnetresonanztomografie (MR-Mammografie). Sie können auch von einem anderen Spital oder einer Praxis erhobene Befunde bei uns für eine Zweitbeurteilung vorlegen.

Gut- oder bösartig? Falls bei der Brustuntersuchung Auffälligkeiten entdeckt worden sind, werden diese Befunde mittels einer  Gewebeentnahme (Biopsie) abgeklärt. Die Gewebeentnahmen können unter Bildkontrolle mit Mammografie, Ultraschall  oder MR-Mammografie äusserst präzise vorgenommen werden. Danach dauert es wenige Tage, bis Ihnen und Ihrem betreuenden Arzt das Untersuchungsergebnis vorliegt.

Pathologie

Die Pathologie befasst sich mit der Untersuchung von Gewebeproben, die bei einer Biopsie entnommen wurden. Alle Gewebeproben werden zunächst unter dem Mikroskop untersucht. Anhand einer breiten Palette von weiteren Untersuchungsmethoden können die gut- oder bösartigen Befunde noch besser differenziert werden.

Diese Zusatzuntersuchungen sind für die Therapieplanung entscheidend. Beispielsweise wird jeder Brustkrebs daraufhin untersucht, ob die Tumorzellen Hormonrezeptoren exprimieren. Falls dies der Fall ist, kann eine Behandlung mit Substanzen, welche gegen die Hormonrezeptoren gerichtet sind, sinnvoll sein.

Während einer Operation unterstützen zudem Pathologinnen und Pathologen die Operateurinnen und Operateure mit Schnellschnittuntersuchungen, der sofortigen Untersuchung des operierten Gewebes unter dem Mikroskop. Pathologinnen und Pathologen sind, weil sie die Art und die Eigenschaften des Tumors bestimmen, unentbehrlich in der Brustkrebsdiagnostik.

Gentest

Manchmal kann ein Gentest (DNA-Analyse) sinnvoll sein, vor allem wenn in Ihrer Familie Krebserkrankungen vermehrt vorkommen. Die wichtigsten Hinweise kommen aus Ihrer Familiengeschichte, in der spezifisch nach Krebserkrankungen der Brust, der Eierstöcke, der Bauchspeicheldrüse und der Prostata bei Blutsverwandten gefragt wird. In einem ausführlichen Beratungsgespräch wird mithilfe von Stammbaumanalysen Ihr individuelles Risiko für Brust- oder Eierstockkrebs ermittelt und je nach Notwendigkeit ein Gentest empfohlen.

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